Computerschach

Computerschach ist eine einfache Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten als Spieler gezielt zu trainieren. Auch einfache Schachprogramme sind heute oft wesentlich stärker als die meisten menschlichen Spieler, lassen sich aber so einstellen, dass sie als Gegner für jeden die optimale Spielstärke haben. Dadurch tritt man als Computerschachspieler nicht nur gegen maßgeschneiderte Gegner an, sondern lernt auch, die eigene Spielstärke richtig einzuschätzen und Fortschritte direkt zu erkennen. Es empfiehlt sich, den Computergegner etwas stärker einzustellen, als man selbst ist. Partien, in denen man nicht gefordert ist, trainieren die eigenen Fähigkeiten nicht; wenn der Gegner zu stark ist, kommt man hingegen nicht zu Erfolgserlebnissen, was auf Dauer frustriert.

Eigenheiten des Computerschachs

Schachpartien gegen Computer unterscheiden sich spürbar von solchen gegen menschliche Gegner, weil Computerprogramme selbstverständlich keine emotionalen Reaktionen auf das Spielgeschehen zeigen. Menschen neigen dazu, unter Druck Fehler zu machen oder sich durch “psychologische Kriegsführung” beeinflussen zu lassen. Der Computer trifft hingegen in jeder Situation die optimale Entscheidung, die ihm seine Voreinstellung ermöglicht. Computer sind deshalb etwas stärkere Gegner als Menschen, die die gleichen Fähigkeiten haben, dafür sind sie allerdings auch berechenbarer. Es lohnt sich, sich diesen Unterschied vor Augen zu führen: Wer ausschließlich gegen Computer spielt, entwickelt automatisch bestimmte Strategien, die auf “echte” Partien gegen Menschen nur begrenzt übertragbar sind.

Der Einsatz von Schachprogrammen zur Analyse

Eine sehr effiziente Trainingsmethode ist der Einsatz von Schachcomputern zur Analyse von bereits gespielten Partien. Das Nachspielen seiner eigenen Partien am Computer ermöglicht es jedem Schachspieler, die Hintergründe genauer zu verstehen und eventuell zu erkennen, an welcher Stelle er einen entscheidenden Fehler gemacht hat. Die Analysen des Computers sind gründlicher und detailreicher als die, die ein ungeübter Spieler live am Brett vornimmt; oft decken sie auch Zugmöglichkeiten auf, an die man selbst gar nicht gedacht hatte. Wer seine Spielstärke mit dieser Möglichkeit gezielt steigern möchte, muss sich auch nicht auf eigene Partien beschränken – sehr lohnend ist etwa das Nachspielen der Partien von Großmeistern, deren Hintergründe die Computeranalyse auch für Ungeübte nachvollziehbar macht.